Blaze Laserlight: Öffentliche Fahrräder in New York projizieren ihre eigene Radspur auf die Straße

Alles, was der Sicherheit dient, oder? In New York bekommen öffentliche Fahrräder des Anbieters CitiBike künftig Blaze Laserlight spendiert. Die Technik projiziert ein Fahrradsymbol auf die Straße und macht Radfahrer dadurch sichtbarer.

Radfahren ist in Städten eine heikle Angelegenheit. Und es bleibt gefährlich, auch wenn immer mehr Städte viel für den Radverkehr tun. Gerade in der dunklen Jahreszeit werden Radfahrer im dichten Verkehr oft übersehen und manchmal auch angefahren. Ob nun Blaze und CitiBike mit Laserlight die eine Lösung gefunden haben, um das zu ändern, ist fraglich. Aber helfen kann die Technik Radlern auf jeden Fall.

CitiBike hat 250 der etwa 6.000 öffentlichen Fahrräder in New York mit Laserlight ausgestattet, das vom britischen Radausrüster Blaze stammt. Blaze Laserlight ist eine LED-Vorderlampe, die zusätzlich mit Laser ein Fahrradsymbol auf die Straße projiziert. 6 Meter vor dem Radler taucht damit ein grün beleuchtetes Symbol auf der Straße auf, das an die üblichen Markierungen für Radwege erinnert:

Blaze Laserlight im Einsatz
Blaze Laserlight im Einsatz

Erinnert werden durch das Blake Laserlight damit auch Autofahrer und andere Verkehrsteilnehmer, dass hier ein Radfahrer unterwegs ist. Laut Blaze nehmen andere Verkehrsteilnehmer den Radler dadurch immerhin 30 Prozent öfter wahr als ohne Laserlight. Tests des britischen Transport Research Laboratory hätten ergeben, dass sich die Sichtbarkeit eines Radfahrers von 72,4 auf 96,2 Prozent erhöhe. Wie auch immer diese Zahlen gemessen werden: Bei erfolgreichem Pilotprogramm sollen alle CitiBike-Fahrräder in New York damit ausgestattet werden.

In Deutschland noch nicht zugelassen, aber erhältlich

Ich selbst sehe die Vorteile der Technik, würde mir für einen Radfahrer aber fast noch mehr Sichtbarkeit wünschen. Am besten natürlich, der ganze Radler würde mitsamt seinem Rad leuchtend grün erscheinen. Das wäre vielleicht etwas überdimensioniert, aber dann würde er mit Sicherheit gesehen. Bei einer einfachen grünen Projektion eines Fahrradsymbols auf die Straße bin ich mir da nicht so sicher. Aber immerhin: Schon einmal besser als nichts.

Die Kollegen der „Rheinischen Post“ haben Blaze Laserlight schon einmal getestet und bescheinigen ihm insgesamt gute Werte. Nachteile gäbe es beim Abbiegen: So leuchte ein Radfahrer dabei mitunter in den Gegenverkehr hinein, was Autofahrer irritieren könnte. Und auf regennasser Fahrbahn sei das Fahrradsymbol praktisch gar nicht mehr zu erkennen. Außerdem ist das Laserlight noch gar nicht für die Straßenverkehrsordnung zugelassen. Blaze hat die Genehmigung hierfür erst beantragt. Nichts desto weniger wird das Licht auch in Deutschland verkauft. Direkt beim Hersteller kostet es derzeit 150 Euro.

Bilder: Blaze

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