Moen U: Jetzt wird sogar die Dusche smart

Alles scheint derzeit mit dem Smartphone vernetzt werden zu müssen: Mülltonnen, Kühlschränke – sogar Duschen. Die Moen U kann die perfekte Temperatur per App schon einmal voreinstellen.

U by Moen oder einfach nur Moen U heißt diese smarte Dusche, die der US-Armaturenhersteller Moen auf der CES 2017 vorgestellt hat. Ein Kontrolldisplay in der Dusche zeigt dabei nicht nur die aktuelle Temperatur an, sondern kann auch den Wasserstrahl anpassen und die Höhe der Temperatur farblich darstellen. Außerdem ist es möglich, die gewünschte Duschtemperatur voreinzustellen. Die Dusche läuft dann schon einmal warm und stellt sich selbst auf Pause, wenn sie die richtige Temperatur erreicht hat. So kann der Nutzer in der Dusche mit der gewünschten Temperatur direkt loslegen.

Ferner kann die U by Moen mit dem Smartphone zeitgesteuert werden, wenn man etwa nur fünf Minuten duschen will. Das System alarmiert der Nutzer dann kurz vor Ablauf der gewählten Zeit. Die Übertragung zwischen Smartphone und Konsole gelingt per WLAN. Zur Sicherheit grenzt die U den Temperaturbereich zwischen 60 und 120 Grad Fahrenheit (15,5 und 49 Grad C) ein.

Die passende App zur Moen U kann derweil noch einiges mehr. Hier kann man bis zu 12 Programme ablegen, sie personalisieren und die Dusche damit sogar fernsteuern und pausieren. Ein wasserfestes Smartphone dabei natürlich vorausgesetzt.

Dusche läuft sich schon einmal warm

Nicht ganz trivial ist dabei die Installation der Konsole, die über ein Kabel mit der eigentlichen Armatur verbunden wird. Moen empfiehlt, das von einem Fachmann erledigen zu lassen. Zunächst soll es die smarte Dusche auch nur in den USA geben.

Was soll man jetzt davon halten? Die Konsole gefällt mir eigentlich ziemlich gut. Warum nicht mal etwas mehr über die Temperatur erfahren, mit der man eigentlich duscht? Ideal wäre es auch, den Wasserverbrauch zu messen, wie es etwa die Amphiro B1 Connect tun kann. Aber das scheint in der Moen U nicht vorgesehen zu sein.

App-Steuerung: Nicht zwingend notwenig aber praktisch

Nicht dumm eigentlich auch, die Dusche warmlaufen zu lassen, die Lieblingstemperatur auf Knopfdruck einzustellen und zwischendurch zum Einseifen einfach schnell auf Pause zu drücken. Die Fernsteuerung per App ist in meinen Augen hingegen Spielerei. Welchen Vorteil habe ich davon, wenn ich die Dusche mit dem Smartphone pausieren ließe statt mit einem Knopf der Konsole? Die Kopplung mit dem Smartphone finde ich indes nicht völlig aus der Luft gegriffen. Mit Hilfe der App lassen sich so viel leichter Programme hinterlegen als man das auf der Konsole könnte.

Nichts desto weniger hätte es in meinen Augen gereicht, wenn Moen die U nur mit einer smarten Konsole ausgestattet hätte. Eine Kopplung mit einem Smartphone wäre nicht zwingend nötig gewesen. Und das trifft natürlich auch für die U by Moen als solche zu. Denn das ganze Produkt ist natürlich purer Luxus. Eine fehlende smarte Dusche ist nicht bloß ein First World Problem, es ist eher ein Problem der obersten 1 Prozent der ersten Welt. Aber das sind ja viele Haushaltsgeräte, die derzeit mit dem Smartphone vernetzt werden…

Bild: Moen

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